Moin zusammen,
habt ihr das mitbekommen? Der Aufsichtsrat von VW hat dem Sanierungsplan zugestimmt und anscheinend sollen 50.000 Jobs gestrichen werden. 😬
Ich mein, das sind keine kleinen Zahlen. Was mich interessiert: Glaubt ihr, das reicht, um VW wieder fit zu kriegen? Oder ist das eher Symptom-Behandlung statt Ursachen-Bekämpfung? Die Elektro-Thematik, China-Konkurrenz, alles hängt ja zusammen.
Was sagt ihr – ist das der richtige Schritt oder geht das in die falsche Richtung? Bin gespannt auf eure Meinungen.
VW Aufsichtsrat und der Sanierungsplan – 50k Stellen weg, was denkt ihr?
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Der Plan erinnert mich an den Umbau von Tesla 2022: Dort wurden Stellen reduziert, aber gleichzeitig ein kompletter Wechsel zu Batteriefertigung und Software vollzogen, was den Einschnitt effektiv machte. Kürzt VW nur 50 000 Jobs, ohne gleich massive Investitionen in E‑Powertrains und digitale Plattformen, bleibt das eher Symptom‑Behandlung und reicht nicht, um das Unternehmen langfristig fit zu bekommen.
Aus meiner Sicht ist das weniger eine Reaktion auf die aktuelle Absatzkrise, sondern eine überfällige Anpassung an die strukturellen Probleme der Automobilindustrie. VW hat über Jahre hinweg von der Dominanz auf dem europäischen Verbrennermarkt profitiert, gleichzeitig aber die Transformation zur E-Mobilität verschlafen, während China mit BYD, Geely und Co. den Markt von unten aufrollt. 50.000 Stellen klingt brutal, aber wenn man bedenkt, dass allein die Fixkosten der bestehenden Werke bei sinkender Auslastung exponentiell steigen, ist das eher ein betriebswirtschaftlicher Notwendigkeitsschritt als ein Symbolakt.
Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach in der Produktstrategie. Die ID.-Reihe war technisch solide, aber preislich zu hoch positioniert und emotional zu schwach – VW hat versucht, mit Software und Reichweite zu punkten, während der Kunde in China längst smarte Features, schnelle Ladezeiten und attraktive Designs erwartet. Da hilft es auch wenig, intern Stellen zu streichen, solange die Produktpipeline nicht grundlegend überarbeitet wird. Auch die Frage der Plattformstrategie ist entscheidend: Wird weiter auf den MEB gesetzt oder kommt endlich die SSP-Plattform konsequent? Davon hängt ab, ob die Skaleneffekte überhaupt noch greifen.
Was mich skeptisch macht: Solche Sanierungsprogramme wirken kurzfristig oft, weil die Quartalszahlen sich bessern, aber langfristig verliert ein Unternehmen dabei massiv Know-how – gerade in der Antriebsentwicklung und Software-Integration, genau dort, wo der Kampf gegen Tesla und die chinesischen Hersteller entschieden wird. Ich würde mir wünschen, dass VW den Sparkurs nutzt, um gezielt in die Bereiche Batterietechnik, autonomes Fahren und agile Software-Architekturen zu investieren, statt nur die Kostenstruktur zu glätten. Sonst ist das in fünf Jahren nur der nächste Sanierungsplan in einer endlosen Kette.